Verführerische Schriften

Januar 12, 2009

„Truly“ von Mary Balogh

truly2 Berkley, 1996

Nach mehreren Jahren Abwesenheit kehrt Geraint nach Wales zurück. Mittlerweile hat er einen Adelstitel geerbt. Seine alten Freunde begegnen ihm mit Ablehnung, der er ist der englische Feind. Besonders Marged, Geraints Jugendliebe, begegnet ihm mit Hass. Ingognito schließt sich Geraint der örtlichen Rebellion an und wird zu Margeds Helden.

Dank „Truly“ bin ich wieder ganz wild darauf, weitere Romane von Mary Balogh zu lesen.

„Truly“ ist kein beschwingter Liebesroman, der dazu geeignet ist, düstere Stimmung zu vertreiben. Ich glaube sogar, dass ich, wenn ich schlechte Laune gehabt hätte, von Marged ziemlich genervt wäre. Bis kurz vor dem Ende ist sie davon überzeugt, dass sie Geraint hasst. Aber ich war guter Laune und so hat Marged Sturheit nur zur intensiven Stimmung des Buchs beigetragen.

Überhaupt mag ich Bücher, in denen eine der Hauptpersonen, in der Regel der Held, eine zweite Identität hat.

Ich war überrascht, dass es sich bei „Truly“ nicht um eines der ganz frühen Bücher von Mary Balogh handelt. Aufgrund des Schreibstils hätte ich darauf gewettet. Mary Balogh verzichtet hier auf dramatische Wiederholungen innerhalb eines Absatzes und ist generell ziemlich un-kitschig.

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