Signet, 1991
Der Marquess of Denbigh will Rache. Acht Jahre ist es her, dass ihn seine Verlobte für einen anderen Mann verließ. Jetzt ist Judith Easton Witwe und wieder in London. Judith ist sich sicher, dass die Annäherungsversuche des Marquess nichts Gutes für sie bedeuten und versucht, ihm aus dem Weg zu gehen.
Obwohl ich diese Plots eigentlich mag, konnte ich mit diesem Buch bzw. mit dem Marquess nicht wirklich warm werden.
Zu Beginn wird Max als verschlossen und unnahbar beschrieben. Auf Judith wirkt er wie eine einschüchternde Krähe. Dieses Bild hatte sich in meinem Hirn angebrannt und ich wurde es nicht mehr los.
Auch gefiel mir nicht, dass Max bis kurz vor dem Ende seine Rachepläne durchzieht. Eigentlich hätte er vorher merken müssen, dass Judith nicht der Mensch ist, der aus Grausamkeit einen Mann quasi vor dem Altar stehen lässt.
Natürlich ist Max in Wirklichkeit ein herzensguter Mensch, der sich rührend um Waisenkinder kümmert, die er zu sich nach Hause einlädt. Vielleicht war ich nicht in der passenden Stimmung, aber das war mir zu viel das Guten. Ich kann durchaus mit Kitsch leben, aber der Mann wäre so überhaupt nicht mein Typ.
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