Red Sage, 2000
Plötzlich steckt Jeannie Lawrence mit einem Unbekannten in einem Fahrstuhl fest. Er fällt über sie her, rettet sie aber bevor der Fahrstuhl abstürzt. Wochen später steht er vor ihrer Tür und stellt sich als Michael Wyndham vor. Seiner Behauptung, dass er ein Werwolft sei, kann sie keinen Glauben schenken.
Wenn ich es nicht besser gewußt hätte, dann hätte ich aufgrund der Vergewaltigungen gedacht, dass diese “Liebesgeschichte” aus den 80er Jahren stammt. Vor allem damals wollten uns die Autorinnen weißmachen, dass Vergewaltiger durchaus romantische Helden sein können.
Natürlich geht so etwas für mich überhaupt nicht. In dieser Kurzgeschichte kommen sogar zwei Vergewaltigungen vor. Wobei ich die zweite noch schlimmer als die im Fahrstuhl finde. Jeannie versucht zu fliehen. Vorher wurde sie von Michael gewarnt, dass sie bei einem gescheiterten Fluchtversuch entsprechend bestraft werden würde.
Am Ende muss es ja doch noch ein Happy End geben. Nachdem Jeannie live miterlebt, wie sich Michael in einen Werwolf verwandelt, findet sie die Vergewaltigungen nicht mehr so schlimm. Schließlich sind das die Sitten bei Werwölfen. Also braucht sie auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihn liebt. Unglaublich.
“Derik’s Bane” ist übrigens die Fortsetzung dieser Kurzgeschichte um die Wyndham-Werwölfe. Zum Glück gibt es dort keine Vergewaltigungen und das Buch besitzt auch den typischen Mary Janice Davidson-Humor, der hier vollkommen fehlt.




