Avon, 1999
Seit dem Tod seiner Frau und seiner Kinder reist Rafe Kendrick ziellos durch das Land und ist häufiger betrunken als nüchtern. Während einer Zugfahrt kann er verhindern, dass eine junge Frau, die ihr Kind dabei hat, von mehreren Männern vergewaltigt wird. Maggie ist auf der Flucht vor ihrem brutalen Stiefvater. Plötzlich hat Rafe einen Grund, sein Leben wieder in Ordnung zu bringen.
Wenn ich nicht alle Bücher von Catherine Anderson hätte lesen wollen, hätten mich das Cover und der Titel garantiert vom Kaufen abgehalten.
Aber zum Glück kann man nicht immer nach der Aufmachung gehen.
Von vielen Lesern wird dieses Buch begeistert gelobt. Ich fand zumindest die ersten Hälfte äußerst vielversprechend und interessant. Leider wurde die zweite Hälfte dann wesentlich vorhersehbarer.
Solange Rafe der heruntergekommene Tramp mit dem weichen Herzen war, wollte ich das Buch nicht zur Seite legen. Doch sobald er sich zurück in den reichen Rancher verwandelte, verlor ich auch etwas die Geduld.
Was mich besonders irritiert war, dass Rafe so schnell nach dem ersten Treffen mit Maggie den Tod seiner Frau und seiner beiden Kinder akzeptieren konnte. Für einen Mann, der deswegen betrunken durch die Gegend trampt, ist dieses äußerst unglaubwürdig. Ich will ja nicht, dass er permanent der Vergangenheit nachhängt, aber ein paar trübe Momente, besonders nach seiner Heimkehr, wären glaubwürdiger gewesen.




