Jove, 2006
Fred arbeitet als Meeresbiologin in einem Aquarium. Der perfekte Job, denn Fred ist auch eine Meerjungfrau. Bisher konnte sie unentdeckt bleiben, bis ihr neuer Kollege Thomas hinter ihr Geheimnis kommt. Und dann taucht da auch noch der Meermann Artur auf, der Freds Hilfe benötigt, da die Gewässer von einer unbekannten Verschmutzung heimgesucht werden.
Ein Liebesroman mit einer Meerjungfrau klang für mich sehr vielversprechend. Wenn es nur nicht so eine Enttäuschung gewesen wäre.
Der größte Minuspunkt ist Fred. Diese Frau ist unglaublich mies gelaunt und kann nur motzen. Ich frage mich ernsthaft, wie sich gleich zwei Männer zu ihr hingezogen fühlen können. Ihr fehlt jeglicher Charme und Humor. Während Vampirin Betsy aus der Undead-Serie zwar auch einen ziemlich deftigen Wortschatz hat, hat sie auch ein großes Herz. Fred ist ichbezogen und egoistisch.
Außerdem schafft Mary Janice Davidson es nicht, eine überzeugende Welt, in der Meerjungfrauen vorkommen, aufzubauen. Wie auch, wenn sie es gar nicht erst versucht.
Schlußendlich ist es dem Buch deutlich anzumerken, dass es nur der erste Teil einer Reihe ist. Es hätte auch die Hälfte eines Romans sein können. Wirklich viel Handlung gibt es nicht.
Wenn es nicht einen Mary Janice Davidson-Bonus gäbe, wäre meine Bewertung noch schlechter.



