Verführerische Schriften

Mai 26, 2008

„Der Verführer“ von Sandra Brown

Gespeichert unter: Kritiken nach Autoren/A-D, zeitgenössische Liebesromane — by Lilith @ 6:18

Bastei Lübbe, deutschsprachige Ausgabe von 1995 (Originalausgabe “22 Indigo Place” von 1986)

Nach dem Tod ihres Vaters muss Laura Nolan das große Haus verkaufen, um die Schulden bezahlen zu können. Ausgerechnet James Paden, der ehemalige Bad Boy der Stadt, interessiert sich für das Haus. James hat es mittlerweile geschafft, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und zum Millionär zu werden.

Böse Jungens, die als Selfmade-Millionäre wieder in ihre Heimatstadt zurückkommen, haben als Romanhelden bei mir immer einen Stein im Brett.

Somit war die Ausgangslage eigentlich schon mal günstig. Leider ließ die Umsetzung aber zu wünschen übrig. Jedoch muss man Sandra Brown zugute halten, dass sie diesen Roman vor über 20 Jahren schrieb.

Ein Kritikpunkt ist die Kürze des Buchs. So können die Personen nicht ausgearbeitet werden und die Handlung macht Sprünge, so dass wichtige Entwicklungen einfach lieblos abgehakt werden.

Außerdem ist die Handlung teilweise arg konstruiert. Heute käme kaum noch eine Autorin auf die Idee, eine Ehe mit so fadenscheidigen Gründen zu beginnen.

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