Verführerische Schriften

Mai 8, 2008

Magie der Sehnsucht von Sherrilyn Kenyon

Gespeichert unter: Kritiken nach Autoren/I-L, Serien — by Lavender @ 7:06 Uhr nachmittags

Dieses Buch lag letztens in meiner Packstation, was irgendwie gleich ein Stilbruch ist, denn dieses Buch sollte von einem singenden, strippenden Boten überreicht werden.
Immerhin handelt es von dem schönsten Mann, den die Erde ja gesehen hat.
Ja, so schön in der Tat, dass allein sein Bild in einem Buch Frauen erbeben lässt, da sie unvermittelt die himmlischen Wonnen erahnen, die er ihnen schenken kann.
Aber ich will nicht meckern, immerhin hab ich dieses Buch geschenkt bekommen, genau wie die weibliche Hauptfigur, also besteht ja noch Hoffnung für mich.

Grace Alexander, eine 29jährige Sexualtherapeutin, trägt ein trauriges Geheimnis mit sich herum. Sie ist beinahe noch Jungfrau. Beinahe, weil sie vor 4 Jahren ihr Herz und ihre Unschuld einem Mann schenkte, der sie gar nicht wahrhaftig liebte, Diese Erkenntnis war ein solcher Schock, dass sie daraufhin keinem Mann mehr vertrauen kann und Sex ohne Liebe und Vertrauen würde ihr ja nicht mal in den Sinn kommen.
Da ist die Geschichte erst auf Seite 2 und schon denkt man “Häh?” , “Sexualtherapeutin?”.
Aber gut, warum auch nicht.
Ihre beste Freundin, die leicht schrullige und sehr spirituelle Selene hat zu ihrem Geburtstag allerdings eine ausgefallene Lösung parat.
Ein Buch, in dem ein Mann gefangen istg, gebunden durch einen Fluch.
Ist klar, ich finde auch, für meine Freundinnen ist kein lebender Mann gut genug. Ob ich ihnen allerdings jemanden wünsche, der nicht nur seit 2000 Jahren tot sein müsste, sondern auch die ganze Zeit durch fremde Betten gehüpft ist, lasse ich mal dahin gestellt.
Denn so lautet der Fluch. Der spartanische Krieger Julian von Makedonien kann von jeder Frau gerufen werden, die im Besitz des Buches ist und seinen Namen dreimal ausspricht.
Diese Frau muss er für einen Monat als seine Herrin anerkennen und ihr Befriedigung verschaffen, ohne jemals selbst Erfüllung zu finden. Letzteres ist vor allem wichtig, damit er von endlosem Verlangen gepeinigt wird, wenn es ihm nicht gelingt die jeweilige Glückliche ins Bett zu bekommen. Das hat sich allerdings bislang nicht als Problem erwiesen, denn er ist der Sohn der Aphrodite und mit einem Aussehen beschenkt, dass alle Frauen vor Begierde erbeben lätt. Immer.
Ganz recht. Der spartanische Sohn einer griechischen Göttin mit namen Julian von Makedonien wird Grace beglücken. Geographie, irgendjemand?
Wie dem auch sei, leichtg angetütert ruft Grace den verhängnissvollen verheißungsvollen Namen dreimal und propmt steht ein nackter Mann in ihrem Wohnzimmer. Und dann passiert, was passieren muss - nichts.
Keinesfalls würde Grace etwas so schändliches tun und sich an dem armen Mann vergehen,k der sich übrigens die ganze Zeit sehr freut, sie zu sehen. Und er, er hat natürlich auch Zweifel ob sie ihn überhaupt will. Wer könnte jemanden wie ihn denn auch begehren? Abgesehen von der gesamten weiblichen Bevölkerung natürlich. Und so holpern Grace und Julian von einem Missverständnis zum anderen, immer kurz davor, endlich miteinander im Bett zu landen. Zum Glück, denn die beiden erfahren bald, dass nur Grace ihn von seinem Fluch erlösen kann und zwar dadurch, dass er erst am letzten Tag seinen (Achtung! Harter Soldat spricht!) Löffel in ihr Honigtöpfchen taucht. An dem Punkt hab eich mich dann gebogen vor Lachen.
Wie also wird die Geschichte ausgehen? Werden die beiden endlich Sex haben? Wird er verzichten, um sie nicht zu benutzen? Will sie lieber jungfräulich sterben?

Mehr gibt es zu dieser Story nicht zu sagen, da es einnfach nciht mehr Story gibt. Sie ist kurz, übersichtlich, krude und nicht besonders glaubhaft. Aber bitte, es geht schließlich um einen Mann in einem Buch. Was soll man da erwarten? Trotzdem habe ich mich weitaus besser amüsiert als zum Beispiel bei den Karpartianern. Woran es liegt kann ich nicht sagen. Die Figuren sind nett, aber nicht besonders schlau. Das gilt ganz besonders für Grace. Für jemanden, der beruflich mit Sex und den damit verbundenen Problemen zu tun hat, ist sie ganz schön weltfremd.
Wenigstens hat sie ein großes Herz.
Da dieses Buch zwar inhaltlich eine Katasrophe ist, ich mich aber trotzdem amüsiert habe, vergebe ich 3 Herzen.

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