Verführerische Schriften

April 18, 2008

„A Masked Deception“ von Mary Balogh

 Signet, 1985

Seit Jahren ist die stille Margaret heimlich in Richard, Earl of Brampton, verliebt. Als er ihr einen Antrag macht, ist sich Margaret darüber im Klaren, dass Richard sie nur heiraten will, um einen Erben zu bekommen. Richard sieht Margaret nur als graue Maus. Vor Jahren verliebte er sich in eine Unbekannte auf einem Maskenball. Wenn er wüßte, dass es sich bei der flirtenden Dame um Margaret handelte…

„A Masked Deception“ ist Mary Baloghs erstes Buch und dafür macht sie ihre Sache ziemlich gut.

Besonders positiv rechne ich ihr an, dass sie auf Vergewaltigungen der Heldin durch den Helden verzichtet. Während andere Autorinnen der damaligen Zeit keine Hemmungen hatten, solch einen Mist zu schreiben, hat Mary Balogh da eine reine Weste.

Auch kommt sie ohne haarsträubende, unnötige Verwicklungen aus, die den Plot vorantreiben sollen.

Jetzt zu meinem Kritikpunkt: Richard. Ich hatte das Gefühl, dass er ein verzogener kleiner Junge ist, der auf den Gefühlen seiner Mitmenschen rumtrampelt. Zwar nicht Absicht, aber aus Arroganz. Besonders seine Show am Ende des Buchs hat ihn einige Sympathiepunkte gekostet. Margaret hätte ihn viel länger zappeln lassen müssen. Die Frau braucht mehr Rückgrad.

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