Verführerische Schriften

März 27, 2008

„Strange Bedpersons“ von Jennifer Crusie

strange-bedpersons.jpg Mira, 1994

Tess und Nick mussten feststellen, dass sie einfach zu verschieden sind. Tess ist in einer Kommune aufgewachsen und sieht es als ihre Aufgabe, sich für die ihre Mitmenschen einzusetzen. Nick ist ein Rechtsanwalt, der die Republikaner wählt. Doch als Nick eine Verlobte braucht, willigt Tess der alten Zeiten wegen ein, diese Rolle für ein Wochenende zu spielen.

Juchhu, wieder ein Nick. Und der Name Nick hält sein Versprechen. Sexy!

Dass Gegensätze sich anziehen und somit ein wunderes Thema für Liebesromane abgeben, haben viele Autoren erkannt und teilweise wunderbar umgesetzt. Auch Jennifer Crusie ist es sehr gut gelungen.

Trotz der etwas knapperen Seitenzahl (249 Seiten) schafft es Crusie perfekt, ihre beiden Hauptpersonen nachvollziehbare Entwicklungen durchmachen zu lassen. Tess muss feststellen, dass nicht immer alles Schwarz oder Weiß ist und dass Komprisse auch gut sein können. Nick lernt zu entspannen und auf andere Menschen einzugehen.

Zum Glück habe ich die englische Ausgabe gelesen. Da ich die deutsche ebenfalls vorliegen habe, hatte ich spaßeshalber parallel gelesen. Entsetzt musste ich feststellen, dass die deutsche Übersetzung das Buch absolut verstümmelt. So wurden ganze Passagen weggelassen, neue Sätze hinzugefügt oder Texte sinnentstellend übersetzt. Eine Frechheit.

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