Topaz, 1994
Rebeccas geliebter Ehemann Julian starb im Krimkrieg, während sein bester Freund Lord David Tavistock lebend nach Hause zurückkehrt. David liebt Rebecca seit ihrer Kindheit, doch wegen seiner scheinbar wilden Lebensweise verachtet sie ihn. Dennoch schafft er es, Rebecca zu einer Ehe zu überreden.
In der Regel hat Mary Balogh bei mir einen Stein im Brett, so dass sie fast alles schreiben kann, was sie will. Aber mit diesem Buch und seinen Hauptpersonen konnte ich mich nicht anfreunden.
Zum Einen ist da Rebecca. Die Frau ging mir mit ihrer Rechtschaffenheit auf den Geist. Natürlich hatte ich als Leserin den Vorteil, dass ich von Anfang an wußte, dass Julian absolut nicht der ideale Ehemann ist, für den Rebecca ihn hält. Aber irgendwann muss ihr ein Licht aufgehen. Dennoch glaubt sie immer noch das Schlimmste von David. Gleichzeitig verzeiht sie Julian fast alles, obwohl sie David genau diese Fehler vorgehalten hat.
David ist fast so schlimm wie Rebecca. Der Mann ist der reinste Fußabtreter. Das ist nicht mehr Selbstlosigkeit, sondern einfach nur Doofheit. Aber so haben die Beiden sich wenigstens verdient.




