Isabella ist 17 und zieht von Kalifornien in die kleine Stadt Forks im Staat Washington.
Sie hasst es, dort leben zu müssen, hält es jedoch für unumgänglich, um ihrer Mutter ein neues Liebesglück mit einem Sportprofi zu ermöglichen. Daher macht sie sich auf den Weg zu ihrem leiblichen Vater, der in eben dieser Stadt Forks Polizeichef ist.
Bella, wie sie am liebsten genannt wird, versucht also nun in dieser Stadt zurecht zu kommen, in der sie nicht nur „die Neue“ ist, was ihr so gar nicht gefällt, sondern die auch noch eines der regenreichsten Flecke auf dieser Erde ist. Bella hat es also wirklich schwer. Nicht nur, das es kompliziert genug ist, 17 Jahre alt zu sein und an einem Ort, den man nicht wirklich mag, nein, sie hat auch noch das ungewöhnliche Talent so ungeschickt zu sein, dass sie ständig in gefährliche Situationen gerät. Nein, nicht dramatisch gefährliche Situationen oder romantisch gefährliche Situationen. Das guinge ja noch. Sie gehört ganz einfach zu den Leuten, die beim Ballspielen mit Sicherheit den Ball vor den Kopf bekommen. Der Gipfel der Demütigung ist es allerdings, dass sie in einigen Kursen neben dem schönsten Jungen sitzt, den sie je gesehen hat.
Edward gehört zu einer reichen Familie, sieht überwältigend gut aus und glänzt in allen Fächern als Klassenbester. Und Edward hasst sie vom ersten Augenblick an. Vielmehr, er hasst, was sie in ihm auslöst. Denn mit seinen ebenfalls wunderschönen Geschwistern hält Edward sich von den anderen fern und scheint sie aus der Ferne amüsiert zu betrachten. nicht so bei Bella. Sie geht ihm unter die Haut, macht ihn neugierig und bringt ihn durch ihre Ungeschicktheit immer wieder dazu, sie aus nahender Gefahr zu retten. Dabei ist sie von ihrer eigenen Gewöhnlichkeit so überzeugt, dass ihr nie der Gedanke käme, er könne sie vielleicht zu lieben beginnen. Jedoch, genau das passiert. Edward beginnt sich zu sorgen, zu kümmern und schließlich muss er sich eingesgtehen, dass er verliebt ist. Was Bella in nur noch größere Gefahr bringt. Denn Edward ist ein Vampir. Zwar haben er und seine Familie vor langer Zeit aufgehört Menschen zu jagen, aber das macht ihn nicht weniger tödlich. Denn sein Verlangen nach ihrem Blut quält ihn von nun an nur umso mehr. So hadert er mit sich und kann sich lange Zeit nicht entschließen, wie er zu seinen Gefühlen stehen soll. Das alles wird nebensächlich, als fremde Vampire auftauchen, die nicht nur Bella, sondern auch ihre Familie in Gefahr bringen…
Lange konnte ich mich nicht entscheiden, was „Biss zum Morgengrauen“ eigentlich ist. Ein Vampirroman, eine Liebesgeschichte? Ein Jugendroman? Es ist ein bisschen von allen und es ist gut. Nur als wirklich junger Mensch kann man so großzügig über die Hindernisse dieser Liebe hinwegsehen, wie Bella es tut. Sie verliebt sich auf den ersten Blick in Edward, fühlt sich aber sogleich unwürdig, von ihm überhaupt angesehen zu werden. Ihre Gefühle sind ebenso hoffnungslos wie beharrlich und es ist eben diese Mischung, die nicht nur Edward, sondern auch den Leser in ihren Bann zieht. Wer kann sich nicht erinnern, wie kompliziert die erste Liebe war? Nun, Edward kann es nicht, denn er war noch nie verliebt. Aber auch er muss feststellen, dass Logik Gefühle nicht besiegen kann. Und so erlebt man mit, wie die beiden versuchen für sich eine Möglichkeit zu finden, diese Liebe eben doch zu „leben“. Die Personen dieser Geschichte sind liebevoll geschildert und die Alltagsprobleme nehmen enbensoviel Platz ein, wie die unmögliche Konstellation der beiden Hauptfiguren, was den Roman nur noch glaub hafter macht.
Kurz, ich habe dieses Buch wirklich und wahrhaftig geliebt.




