Verführerische Schriften

Januar 27, 2008

„Liebe auf den zweiten Kuss“ von Jennifer Crusie

Gespeichert unter: Kritiken nach Autoren/A-D, zeitgenössische Liebesromane — by Lilith @ 1:18

liebe-2-kuss.jpg Goldmann, deutschsprachige Ausgabe von 2002 (Originalausgabe “Fast Women” von 2001)

Da Nell Dysart nach ihrer Scheidung arbeitslos ist, bewirbt sie sich als Sekretärin in der Detektivkanzlei von Gabe McKenna. Gleich in den ersten Tagen stellt sie alles auf den Kopf und sorgt für Chaos.

Das Buch beginnt äußerst witzig mit Nells Vorstellungsgespräch, bei dem sie Gabes Büro ungewollt verwüstet. Also ganz so, wie der Klappentext es verspricht: ein humorvolles Buch.

Doch bald nimmt der ernste Ton Überhand. Nicht, dass ich das schlecht finde, aber ich hatte es nicht wirklich erwartet.

Für die ersten Töne sorgen Nells Freundinnen und ihre Beziehungen. Suze ist mit einem Mann verheiratet, der ihr Vater sein könnte und sie wie ein kleines Kind behandelt. Margies Freund möchte nicht, dass sie arbeitet, aus Angst, ihr könne dabei etwas passieren. Beide trauen sich nicht, aus den Beziehungen auszubrechen, weil sie sonst allein wären.

Gabe McKenna bleibt leider etwas fad und gesichtslos, so dass die Liebesgeschichte zwischen ihm und Nell nicht für das gewünschte Kribbeln sorgt.

Dennoch hat mir das Buch gut gefallen, da es interessante, wenn auch traurige, Bilder von drei verschiedenen Frauen zeichnet, wie es diese (leider) nur zu häufig gibt.

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