Bastei Lübbe, deutschsprachige Ausgabe von 1992 (Originalausgabe “When Angels Fall” von 1990)
Nach dem Tod ihrer Eltern muss Elizabth Alcester sich und ihre Geschwister mehr schlecht als recht durchbringen. Als auch noch Ivan, der neue Marquis von Powerscourt zurück kehrt, wird Elizabeth Leben noch schwerer. Als der uneheliche Ivan noch ein Stallknecht war, war Elizabeth in ihn verliebt. Doch nach einem heftigen Streit will Ivan nur noch Rache.
Bücher, die ich als Teenager gelesen und geliebt habe, haben bei mir immer einen besonderen Stellenwert. Auch wenn ich sie Jahre später noch einmal lese und feststellen muss, dass sie nicht unbedingt zu den Meisterwerken der Literatur gehören.
Dazu gehört auch „Wenn Engel fallen“. Sicher, die Handlung ist meist über-dramatisch, fast an ein Märchen erinnernd. Ob ich Lord Ivan annäherend so faszinierend finden würde, wenn ich das Buch diese Woche zum ersten Mal gelesen hätte, kann ich nicht sagen. Er ist doch ziemlich manipulativ und dominant. Aber zumindest missbraucht und schlägt er keine Frauen. *schaudernd an „Whitney, My Love“ denkt*
Wie bereits beim ersten Lesen fiel mir wieder ein deutlicher Kritikpunkt auf. Der Leser wird bis zum Ende im Dunkeln über Ivans Absichten gelassen. Selbst am Ende wird nicht eindeutig klar, ab welchem Zeitpunkt Ivan seine Rachegedanken fallen lässt und beschließt, Elizabeth zu heiraten.




