Verführerische Schriften

Januar 17, 2008

Die Blydon-Serie von Julia Quinn

Splendid

splendid.jpg Avon, 1995

Die Amerikanerin Emma Dunster verbringt die Saison bei ihren Verwandten in London. Als sie sich als Dienstmädchen verkleidet aus dem Haus stielt, sieht sie, wie ein kleiner Junge Gefahr läuft, überfahren zu werden und wirft sich vor das Gefährt. Als sie aus ihrer Ohnmacht wieder aufwacht, findet sie sich in der Kutsche des Dukes of Ashbourne wieder. Schnell ist der Duke von Emma fasziniert.

„Splendid“ ist Julia Quinns erster Roman. Bereits hier ist ihr Humor äußerst präsent.

Allerdings habe ich auch einen großen Kritikpunkt. Von der Sprache und manchen Aktionen her könnte man glauben, dass der Roman nicht im Regencyengland, sondern in Amerika oder in neuerer Zeit spielt. Emma tanzt bereits auf ihrem ersten Ball Walzer, ohne dass sie dazu eine ausdrückliche Erlaubnis erhalten hat. Sie und Alex (der Duke) reden sich ziemlich schnell mit dem Vornamen an. Dies nur als eine kleine Auswahl. Das mag zwar nicklig klingen, aber mich hat es aufgrund der Anhäufungen leider etwas gestört. Und wenn man sich erst einmal auf etwas eingeschossen hat, dann springt es einen förmlich an.

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Dancing At Midnight

dancing-at-midnight.jpg Avon, 1995

Arabella Blydon ist zu Besuch bei ihrer frisch verheirateten Cousine. In der Nachbarschaft wohnt Lord John Blackwood, der im Krieg schwer verwundet wurde.  Zwischen den beiden entwickelt sich bald eine Freundschaft. Doch John jagen die Geister der Vergangenheit.

Der zweite Roman dieser Reihe ist schon um einiges besser strukturiert als Buch 1. Es gibt kaum Durchhänger.

Mittlerweile habe ich mich wohl auch schon daran gewöhnt, dass Julia Quinn nicht unbedingt Wert darauf legt, die Gepflogenheiten des Regency korrekt widerzugeben.

Im Vorwort erwähnt Julia Quinn, dass sie versuchen wollte, in diesem Buch ein ernstes Thema in einem heiteren Roman einbinden wollte. Ganz so gelungen fand ich dies nicht, da mich Johns Probleme nicht wirklich berührt haben.

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Minx

minx.jpg Avon, 1996

William Dunford erbt unverhofft einen Titel und ein Landgut. Mit zu dem Erbe gehört ein Mündel, Henrietta Barrett. Henrietta, die wie ein Junge aufgewachsen ist, will den neuen Besitzer aus ihrem Zuhause vertreiben.

Dieses Buch ist meiner Meinung nach das beste aus der Reihe. Was vielleicht auch daran liegen mag, dass Julia Quinns Schreibstil gut zu der weiblichen Hauptperson passt. Schließlich nimmt sie es mit den historischen Gegebenheiten nicht so genau. So wie Henrietta nicht viel von Sitte und Anstand hält und äußerst unkonventionell ist.

Das Buch macht Spaß. Vor allem Henriettas Tricks, um Dunford in die Flucht zu treiben, sind äußerst amüsant.

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