Verführerische Schriften

November 30, 2007

„My Sweet Folly“ von Laura Kinsale

my-sweet-folly.jpg Berkley, 1997

Sieben Jahre lang führten Folie Hamilton und Robert Cambourne, der in Indien stationiert war, einen regen Briefverkehr. Obwohl Folie mit seinem Cousin verheiratet war, verliebte sie sich in den einfühlsamen Briefeschreiber. Bis er ihr nach dem Tod ihres Mannes gestand, dass er verheiratet ist. Jahre später kehrt er verwitwet und als Vormund ihrer Tochter nach England zurück. Doch anstelle des sanften Träumers findet Folie einen unnahbaren Mann vor, der am Rande des Wahnsinns steht.

Der Anfang des Buchs ist einfach toll. Der Briefwechsel ist unglaublich süß und das erste Aufeinandertreffen der beiden ließ hoffen, dass sich hier eine enorme emotionale Spannung aufbauen würde.

Doch leider lässt da das Buch etwas nach. In ihren anderen Büchern hat Laura Kinsale es viel besser geschafft, die Ängste und unterdrückten Emotionen darzustellen. Im Vergleich dazu ist „My Sweet Folly“ eher durchschnittlich, aber immer noch wesentlich besser als ein Großteil der Liebesromane, die auf dem Markt sind. Aber wer Laura Kinsale kennt, weiß, dass sie es besser kann.

So berüht das Ende auch nicht so sehr, wie man eigentlich beim Lesen des ersten Viertels vermuten könnte.

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