In dieser Reihe geht es um vier Freunde, die zusammen in der Armee gedient haben.
Indiscreet
Jove, 1997
Als der Viscount Rawleigh den Landsitz seines Zwillingsbruders besucht, fällt ihm die junge Witwe Catherine Winters auf. Er möchte sie zu seiner Mätresse machen. Doch obwohl Catherine ihn wiederholt abweist, will er nicht aufgeben. Bis er schließlich für seine Indiskretion gerade stehen und Cahterine sich ihrer Verangenheit stellen muss.
Mary Balogh zeigt hier deutlich, wie die Frauen der Regency-Zeit durchaus der Willkür der Männer ausgesetzt waren.
Zu Beginn ist Viscount Rawleigh eine wenig liebenswerte Person. Erst als er Verantwortung zeigen muss, zeigt er seine wahren Qualitäten.
Catherine ist eine starke Persönlichkeit, die am Anfang, wenn der Grund für ihr Handeln noch nicht klar ist, durchaus als zu spröde angesehen werden könnte. Aber wie der Leser später erfährt, hat sie gute Gründe.
Gut gefiel mir, dass dieses Buch nicht mit der Hochzeit endet, sondern sich ab dort immer weiter entwickelt.
Das Ende ist äußerst befriedigend. Zwar würde ich im wahren Leben solch ein Handeln nicht befürworten, aber im Roman kann ich diese Art von Bestrafung durchaus akzeptieren.





Unforgiven
Jove, 1998
Nach mehreren Jahren der Abwesenheit kehrt Kenneth Woodfall nach Cornwall zurück. Seine Familie ist seit Generationen mit der Nachbarsfamilie verfeindet. Vor Jahren hatten er und seine Jugendliebe Moira Hayes gehofft, die Fehde beenden zu können, aber dann kam es zu Ereignissen, die dafür sorgten, dass aus ihre Liebe Hass wurde.
Eigentlich haben wir hier wieder einen fesselnden Liebesroman von Mary Balogh, aber ich hatte leichte Probleme mit Moira Hayes, die so extrem kratzbürstig und auf Krawall gebürstet ist, dass meine Sympathie sich manchmal in Grenzen hielt.
Dafür war es schön, Catherine und Rex wiederzubegegnen.





Irresistible
Jove, 1998
Nathaniel Gascoigne hält sich zur Saison in London auf, um seine jüngere Schwester einzuführen. Zufällig trifft er Sophia Armitage wieder, mit der er und seine Freunde während ihrer Armeezeit gut befreundet waren. Mittlerweile ist Sophia Witwe. Während Nathaniel für Sophia früher nur Freundschaft empfand, fühlt er sich jetzt plötzlich sehr von ihr angezogen. Dann macht sie ihm ein Angebot, dem er nicht widerstehen kann.
Nathaniel ist mir der liebste der vier „Reiter der Apokalypse“. Er ist mitfühlend und am wenigsten egoistisch. Schade, dass dies das letzte Buch der Reihe ist, so dass es kein Wiedersehen mit ihm gibt.
Außerdem kommt in diesem Buch der 4. Freund aus der Runde, Lord Pelham, unter die Haube. Eigentlich ist es ganz gut, dass er keine eigene Geschichte erhalten hat, denn er ging mir mitunter doch ziemlich auf den Keks. Ob dieser Mann wirklich jemals erwachsen wird?




