Warum diese Serie so heißt? Weil beide Romane im viktorianischen England spielen und einer im Originaltitel ein „Heart“ trägt.
Verborgene Sehnsucht (The Hidden Heart)
Heyne, deutschsprachige Ausgabe von 1996 (Originalausgabe “The Hidden Heart” von 1986)
Nach dem Tod ihres Vaters soll Tess Collier nach England zurückreisen, damit sie einen passenden Ehemann finden kann. Kapitän Gryphon Meridons hat die Aufgabe, Tess sicher von Südamerika aus nach Hause zu bringen. Doch er verliebt sich in Tess.
Ok, von der Inhaltsangabe her hört sich das Buch vielleicht nicht so spannend an. Aber ich kann jedem nur den Rat geben, dieses Buch nur dann zu beginnen, wenn genügend Zeit vorhanden ist, um in einem Zug durchzulesen.
Ich habe so mit dem Tess und Gryphon mitgelitten, dass ich es nicht ausgehalten hätte, das Buch länger zur Seite zu legen.
Als kleine Warnung möchte ich erwähnen, dass das Thema Pädophilie auch angesprochen wird. Mit einer der Gründe, warum ich so dem Happy End entgegengefiebert habe.
„Verborgene Sehnsucht“ war übrigens Laura Kinsales Debütroman, mit dem sie gleich viel Lob einheimsen konnte.





Sterne der Nacht (The Shadow and the Star)
Heyne, deutschsprachige Ausgabe von 1997 (Originalausgabe “The Shadow and the Star” von 1991)
Leda Etoile arbeitet in einem Modesalon, bis sie eines Tages nahezu mittellos auf der Straße steht. Nachdem der Geschäftsmann Samuel Gerard Leda unbeabsichtigt in eine unangenehme Situation bringt, bietet er ihr eine Stelle als seine Sekretärin an.
Puh, selten habe ich mich so schwer mit einer Inhaltsangabe getan. Eigentlich sagt diese hier kaum etwas über das Buch aus, aber wenn ich geschrieben hätte, dass Samuel ein Einbrecher ist, der wertvolle Gegenstände stiehlt, und Leda über ihn Bescheid weiß, dann wäre ein falscher Eindruck entstanden.
Ich bin heilfroh, dass es dieses Buch gibt. Denn Samuel ist der kleine Junge, der in „Verborgene Sehnsucht“ von Pädophilen festgehalten wird. Tess lässt ihn suchen und nimmt ihn in ihrer Familie auf. Wie er mit seiner Vergangenheit lebt und seine Dankbarkeit Tess gegenüber zeigt, ist absolut rührend.
Bei Leda hatte ich leichte Probleme mit ihr warm zu werden. Zu gut wird sie als Frau, die stark von der damaligen Erziehung geprägt wurde, beschrieben. Selbst die Erwähnung einer Hühnerbrust oder eines Stuhlbeins verstößt gegen die guten Sitten.
Wie schön, dass Laura Kinsale das Bedürfnis hatte, dem kleinen Sammy ein Happy End zu geben.




