Verführerische Schriften

Oktober 5, 2007

Die Sullivans von Mary Balogh

Courting Julia

 Signet, 1993

Nach dem Tod ihres Großvaters steht Julia Maynard mittellos da. Es sei denn, sie verlobt sich innerhalb eines Monats nach Testamenteröffnung mit einem ihrer Cousins. Doch welchen soll sie wählen? Augustus? Malcolm? Den Frauenhelden Frederick? Oder gar Daniel, den arroganten Earl of Beaconswood, der seit ihrer Jugend ständig etwas an ihr auszusetzen hat?

Zwar haben wir hier die bekannte Geschichte a la „was sich liebt, das neckt sich“, aber trotzdem fand ich sie ziemlich süß.

Zumal Julia ein ziemlicher Wildfang ist, der auch mal nur spärlich bekleidet in einem See baden geht. Was dann passiert, kann sich wohl fast jeder denken.

herz.jpgherz.jpgherz.jpgherzhalb.jpgherzleer.jpg

Dancing with Clara

dancing-with-clara.jpg Signet, 1993

Frederick Sullivan ist hoch verschuldet. Um seinen Schuldnern zu entkommen, braucht er dringend eine reiche Frau. Seine Wahl fällt auf Clara Danford, die seit ihrer Kindheit im Rollstuhl sitzt. Obwohl Frederick vortäuscht, in sie verliebt zu sein, weiß Clara, worauf sie sich wirklich einlässt und nimmt trotzdem seinen Heiratsantrag an.

Eigentlich hasse ich ja Fremdgehen wie die Pest. Ich kann zwar meine Augen nicht vor der Realität verschließen, aber zumindest in Liebesromanen möchte ich so etwas nicht lesen. Aber hier passt es zur Handlung und zur Entwicklung Fredericks. Er ist so voller Selbsthass und dabei so schwach, dass er es nicht schafft, seine guten Absichten umzusetzen. Denn er hat zumindest zu Beginn niemanden, der ihn dabei unterstützt.

Aber Frederick hat auch gute und liebenswerte Seiten. Von seinem schlechte Gewissen geplagt, weil er Clara falsche Gefühle vortäuscht, versucht er alles, um ihr ein angenehmes Leben zu bereiten. Auch nach der Hochzeit gibt er noch vor, sie zu lieben.

herz.jpgherz.jpgherz.jpgherzleer.jpgherzleer.jpg

Tempting Harriet

tempting-harriet.jpg Signet, 1994

Als Harriet Pope vor sechs Jahren als Gesellschafterin arbeitete, hatte ihr Lord Tenby das Angebot gemacht, seine Mätresse zu werden. Harriet lehnte ab. Jetzt ist sie Witwe und wieder in London. Archibald Tenby ist mittlerweile ein Herzog, der auf der Suche nach einer standesgemäßen Braut ist. Da kommt Harriet aber nicht in Frage, obwohl die alte Anziehungskraft besteht.

Bei diesem Roman bin ich etwas zwiegespalten. Eigentlich dürfte ich ihn nicht mögen, denn Tenby ist meiner Meinung nach ein ziemlicher Waschlappen. Obwohl ihm zu einem gewissen Zeitpunkt klar ist, dass er Harriet liebt, geht er den scheinbaren einfacheren Weg und verlobt sich mit einer anderen Frau.

Aber dafür war das Ende umso süßer. Nachdem ich seitenlang mitgelitten und -gehasst hatte, war es doch sehr befriedigend.

Wer „Dancing with Clara“ gelesen hat, könnte vielleicht leicht Zweifel haben, dass es zwischen Clara und Frederick nicht unbedingt klappt. Aber zum Glück tauchen beide hier wieder auf und es wird deutlich, wie glücklich die beiden sind.

herz.jpgherz.jpgherzhalb.jpgherzleer.jpgherzleer.jpg

Noch keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Kommentieren

Powered by WordPress.com