Avon, 1990
Früher war S.T. Maitland der legendäre Wegelagerer Prince of Midnight. Jetzt lebt er zurückgezogen in Frankreich. Er ist auf einem Ohr taub und leidet unter Gleichgewichtsproblemen. Eines Tages taucht Leigh Strachan bei ihm auf. Sie will seine Hilfe, um Rache für den Tod ihrer Familie üben zu können.
Laura Kinsale-Romane sollte man nicht lesen, wenn man auf der Suche nach leichten und überwiegend humorvollen Romanen ist. Ihre sind meist düster und äußerst intensiv.
Außerdem scheint Laura Kinsale ein besonderes Vergnügen daran zu haben, die üblichen Regeln des Liebesroman-Genres auf den Kopf zu stellen.
Zum einen ist da Leigh, die doch tatsächlich keine Jungfrau mehr ist, obwohl sie unverheiratet ist. Darum wird nicht viel Tamtam gemacht. Sie war einfach neugierig. Mittlerweile ist sie jedoch verbittert und will nicht zulassen, dass überhaupt ein Mensch ihr gefühlsmäßig zu nahe kommt.
Maitland ist ein Träumer, der sein ganzes Leben auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit war. Mittlerweile ist er fast ein körperliches Wrack. Sein fehlender Gleichgewichtssinn verhindert, dass er reiten oder fechten kann. Schon häufiger hat er sich Hals über Kopf verliebt und fast immer wurde er enttäuscht. In Leigh verliebt er sich fast auf den ersten Blick und bemüht sich verzweifelt, der Held für sie zu sein, den sie seiner Meinung nach sucht. Aber ständig wird er von Leigh weggestoßen.
Zum Glück hat Maitland die Gabe, Tiere sowie verwundete Menschen zu zähmen. Allein schon die Szenen, wie er mit seinem Wolf Nemo durch die Gegend tollt, hat mich ganz weich werden lassen. Die ganze Zeit habe ich gehofft, dass Nemo nichts passiert und zusammen mit Maitland und Leigh ein Happy End bekommt.




