Heyne, deutschsprachige Ausgabe von 1994 (Originalausgabe “The Devil’s Delilah” von 1989)
Jack Langdon ist ein Bücherwurm, der beim Lesen gerne mal seine Mitmenschen vergisst. Bis eines Tages Delilah Desmond wie eine Naturkatastrophe über ihn hereinbricht. Schnell ist es mit Jacks beschaulichem Leben vorbei. Delilah versucht, die Veröffentlichung der Memoiren ihres Vaters zu verhindern. Bald beginnt ein irres Versteckspiel um das Manuskript.
Dieses Cover ist der absolute Etikettenschwindel. Zum einen, da es den Eindruck erweckt, der Roman würde in den Südstaaten spielen. Zum anderen, weil das Nackenbeißerbild vermuteten lässt, dass es viel heiße Erotik gibt. Dabei sind die einzigen Körperflüssigkeiten, die hier ausgetauscht werden, simpler Speichel beim Küssen.
Obwohl Delilah und Jack beide toll sind, ist mein eigentlicher Favorit ihr charismatischer Vater, Desmond der Teufel. Ich habe gleich geschaut, ob er seine eigene Geschichte bekommen hat, aber leider ist dies nicht der Fall.
Für die letzten Kapitel hätte das Buch eigentlich fast ein halbes Herz mehr verdient. So richtig schön abgedreht dramatisch, allerdings immer mit einem Augenzwinkern. Was musste ich kichern, als Jack sich ausmalte, wie er am besten aus Liebeskummer Selbstmord begehen soll.




