Avon, 2004
Beauty and the Beast meets Regency: Als Krankenschwester Samantha Wickersham ihre neue Stelle antritt, muss sie erst einmal feststellen, dass ihre Aufgabe schwerer ist als erwartet. Ihr Patient ist nämlich alles andere als ein wohlerzogener Adliger, sondern benimmt sich mehr wie ein ziemlich schlecht gelauntes wildes Tier. Gabriel hat im Krieg das Augenlicht verloren – und anschließend gleich auch noch die Liebe seines Lebens, die seither scheinbar nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Kein Wunder, dass er schlecht drauf ist – und seine Wut nicht nur am Mobiliar auslässt. Aber Samantha lässt sich nicht abschrecken …
Teresa Medeiros hat die alte Geschichte schick verpackt und einen Roman geschrieben, der wirklich Spaß macht und genau das Richtige ist, wenn man mal einen Nachmittag im Liegestuhl rumgammeln möchte. Die Figuren sind sind sympathisch (und in Gabriels Fall auch ziemlich psychopathisch), der Stil ist locker und ziemlich witzig und auf den Leser warten so einige Überraschungen …
Besonders die Szenen, in denen sich Samantha mit Gabriel anlegt und unter anderem versucht ihn zumindest mal dazu zu bewegen, dass er sich vernünftig anzieht, machen wirklich Spaß. Natürlich darf aber auch eine gehörige Portion Herzschmerz nicht fehlen – immerhin ist Samantha ja nur eine Angestellte und macht sich auch aus anderen Gründen nicht allzu große Hoffnungen auf ein Happy End. Der Roman hält die Balance zwischen den beiden Elementen und liest sich daher wirklich gut.
Gegen Ende wird die Story für einen Moment ein winziges bisschen unglaubwürdig – allerdings funktioniert dieser Teil trotzdem ganz gut – wenn man sich darauf einlässt. Und beim zweiten Lesen fällt das sogar ein bisschen leichter.





[...] “Geheimnis der Liebe” von Teresa Medeiros Abgelegt unter: Historische Liebesromane, Kritiken nach Autoren/M-P — by Lilith @ 3:20 nachmittags Blanvalet, deutschsprachige Ausgabe von 2005 (Originalausgabe “Yours Until Dawn” von 2004) Inhaltsangabe: hier [...]
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