Bastei Lübbe, deutschsprachige Ausgabe von 1995 (Originalausgabe “Veils of Silk” von 1992)
Indien 1841: Seit seiner zweijährigen Gefangenschaft in einem dunklen Loch ist Major Ian Cameron ein körperliches und seelisches Wrack. Auf seiner Reise durch Indien trifft er auf Laura Stephenson, der gerade zur Waise wurde. Beide beschließen zu heiraten und sich gegenseitig zu unterstützen.
„Indische Nächte“ hat eigentlich fast alles, um ein perfekter Liebesroman zu sein.
Zum einen die Rahmenhandlung, die in Indien spielt und etwas an einen Abenteurfilm entsprungen sein könnte.
Zum anderen ist da der angeschlagene Held. Und Ian Cameron ist wirklich kaputt. Ihm fehlt ein Auge, er ist depressiv und hat Angst vor der Dunkelheit. Außerdem ist er impotent.
Wenn da nicht Laura wäre, die mir manchmal auf den Keks gegangen ist. Nicht, dass sie unsympathisch oder nervig wäre, eigentlich ist sie sogar ziemlich liebenswert. Wenn da nicht ihr „Makel“ wäre: sie hat Angst vor der Leidenschaft, weswegen der impotente Ian auch der perfekte Ehemann für sie ist. Das wäre ja noch kein Problem, wenn die Ursache dafür nicht so blöd wäre. Manchmal hätte ich sie zu gerne geschüttelt, damit sie vernünftig wird.




