Verführerische Schriften

Juli 13, 2007

„Es soll Liebe sein“ von Kate Saunders

Gespeichert unter: Kritiken nach Autoren/Q-T, zeitgenössische Liebesromane — by Lilith @ 5:35

essollliebesein.jpg Fischer, deutschsprachige Ausgabe von 2007 (Originalausgabe “Bachelor Boys” von 2004)

Als Cassies mütterliche Freundin Phoebe an Leukämie erkrankt, bitte sie Cassie, geeignete Ehefrauen für ihre beiden Söhne zu suchen, damit diese versorgt sind. Doch die Aufgabe ist nicht einfach, denn beide Söhne leben noch bei ihrer Mutter. Fritz ist ein untalentierter Schauspieler, der seine Freundinnen wie seine Hemden wechselt. Ben ist als Pianist ebenfalls ein brotloser Künstler.

„Es soll Liebe sein“ als eine reine Komödie zu bezeichnen, wird diesem Roman nicht gerecht. Vielmehr ist es eine Komödie mit einigen tragischen Momenten.

Kate Saunders schafft es wunderbar, die Personen in ihrem Roman lebendig werden zu lassen. Alle sind liebevoll beschrieben und könnten dem tatsächlichen Leben entsprungen sein.

Es ist köstlich, wie sich Cassie einerseits über die verzogenen Jungen (Männer passt in diesem Zusammenhang nicht) in ihrer Bekanntschaft lustig macht, nach und nach ob doch deren Qualitäten zu schätzen lernt.

Das Thema Sterben wird hier sehr anrührend und doch nicht kitschig angegangen.

Weniger gut gefiel mir eine der Hauptpersonen. Fritz ist einfach eine männliche Schlampe, die über fast alles herfällt, was weiblich ist. Selbst wenn er weiß, dass die Frau ein Miststück ist, steigt er mit ihr ins Bett.

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