Verführerische Schriften

Juni 28, 2007

„Flora’s Lot“ von Katie Fforde

floras-lot.jpg Arrow Books, 2006 (auch unter dem Titel „Bidding for Love“ 2007 bei Arrow Books erschienen), Titel der deutschen Ausgabe „Eine kostbare Affäre“, Lübbe

Flora Stanza hat von ihrem Onkel Anteile an einem Auktionshaus geerbt. Also vermietet sie ihre Wohnung in London und reist in die ländliche Kleinstadt Bishopsbridge. Doch ihr entfernter Cousin Charles, dem die andere Hälfte des Familienunternehmens gehört, und seine langweilige Verlobte Annabelle sind überhaupt nicht begeistert, dass Flora mit in das Geschäft einsteigen will. Zwar hat Flora keine Ahnung vom Geschäftsleben, aber sie ist voller Enthusiasmus und innovativer Ideen. Wie nicht anders zu erwarten, wirbelt sie das Leben ihrer Mitmenschen komplett durcheinander.

Katie Ffordes Romane bereiten mir immer ein angenehmes und wohliges Gefühl. Sicherlich ist bereits von der ersten Seite an klar, wie das Buch enden wird, aber bei manchen Autoren ist mir das einfach egal, weil sie die Geschichten so nett erzählen. Entscheidend sind dabei auch die Atmosphäre, die perfekt das englische Landleben wiedergibt, sowie die sympathischen Hauptfiguren.

„Flora’s Lot“ gehört für mich zu den besten Büchern von Katie Fforde. Zum einen mag es daran liegen, dass ich mir Charles, Floras am Anfang sehr steifen Cousin, immer als Mr. Darcy aus der 95er BBC-Verfilmung vorstelle. Und wenn der Mann erst einmal auftaut, dann … hach…

Erst später bin darauf gekommen (und das auch erst durch eine Rezension bei Amazon), dass dieser Roman eine moderne Version von Georgette Heyers „Die drei Ehen der Grand Sophy“ ist. Dabei spielt Flora die Rolle der Sophy, Charles ist Charles und Annabelle dessen Verlobte Eugenia. Kein Wunder, dass mir dieses Buch so gut gefallen hat.

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