Blanvalet, deutschsprachige Ausgabe von 2000 (Originalausgabe “The Target” von 1998 )
Richter Ramsey Hunt hat sich nach einem spektakulären Auftritt im Gerichtssaal von San Francisco in die Berge zurückgezogen. Dort, so hofft er, soll ihn die Ruhe und Einsamkeit vor den Paparazzis schützen. Dies klappt, solange, bis er im Wald die kleine Emma findet. Das Mädchen wurde offensichtlich misshandelt und konnte ihren Peinigern entkommen. Hunt nimmt sich ihrer an und weicht nicht mehr von ihrer Seite, bis das Verbrechen nicht endgültig geklärt ist.
Catherine Coulter war mir bis dato lediglich als Liebesromanautorin unter die Augen gekommen. Ich war mehr als skeptisch, ob sie auch spannende Thriller schreiben kann. Ich hab mich getäuscht. Sie kann. Und wie.
Der Roman widmet sich in erster Linie der Entführung von Emma inkl. Mordanschlägen auf alle, die in ihrer Nähe weilen. Hinzu kommt natürlich eine kleine Liebesgeschichte zwischen Ramsey Hunt und Molly, der Mutter von Emma. Die Geschichte ist spannend erzählt. Catherine Coulter geht nicht weiter auf die Misshandlungen des kleinen Mädchens ein, was dazu führte, dass ich im Nachhinein manche Dinge nicht nachvollziehen kann, das betrifft vor allen eine viel zu spät stattgefundene ärztliche Untersuchung. Andererseits bin ich froh, dass ich nicht lesen musste, was der Kinderschänder mit ihr getrieben hat. Ergo: Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.




