Verführerische Schriften

Juni 10, 2007

“Die Hochzeit meiner besten Freundin” von Sarah Harvey

Abgelegt unter: Kritiken nach Autoren/E-H, zeitgenössische Liebesromane — by kaylin @ 6:27 pm

  Goldmann, deutschsprachige Ausgabe von 2001 (Originalausgabe “Fly Fishing” von 2000)

Als Annabelle erfährt, dass ihre beste Freundin Nicky heiraten wird, bricht sie ihren fast zweijährigen Auslandsaufenthalt ab und kehrt zurück nach London. Dort gesteht Nicky, dass sie vermutet, ihr Verlobter würde sie betrügen, und überredet Belle, diesen zu beschatten und die Wahrheit herauszufinden. Nichts leichter als das. Der Übeltäter wird tatsächlich überführt und die nächste Kundin ist nicht fern.

Die Geschichte von Belle wird in der ich-Form erzählt und führt uns in ein zynisches und sarkastisches Wesen ein. Derart wird einem auf den ersten hundert Seiten ein ziemlich düsteres Bild der Männerwelt gezeichnet und ich verlor die Lust, weiterzulesen. Nach einer Nacht wunderbaren Schlafes wagte ich mich weiter vor.

Ich brauchte es nicht zu bereuen. Sobald der Traummann Eddie auftaucht, darf die Welt auch toll sein, wie auch die dazugehörigen Männer. Es kommt wie es kommen muss: Belle soll Eddie überwachen und für die leicht durchgeknallte Amanda herausfinden, ob er Single ist und welche Qualitäten er an einer Frau bevorzugt. Dabei verliebt sie sich natürlich selbst in den Mann aller Männer und hat nun Panik vor den mörderischen Qualitäten der eifersüchtigen Amanda.

Was mir an diesem Buch fehlte, waren ausgearbeitete liebenswerte Charaktere. Die Figuren sind da, aber es fehlt ihnen ein Eigenleben. Liebesszenen sucht man wieder vergebens, was jedoch kein Minus darstellen sollte. Die Geschichte selber liest sich ab dem ersten Drittel wie von selbst und ist sobald Belle und Eddie aufeinander treffen auch amüsant.

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