Verführerische Schriften

Mai 22, 2007

„Verführerische Bilder“ von Suzanne Forster

Gespeichert unter: Kritiken nach Autoren/E-H, zeitgenössische Liebesromane — by Lilith @ 6:15

verfuhrerische-bilder.jpg Goldmann, deutschsprachige Ausgabe von 1996 (Originalausgabe “Come Midnight” von 1995)

Der Fotograf Nick Montera ist angeklagt, eines seiner Models ermordet zu haben. Die Psychologin Leigh Rappaport wird von der Staatsanwaltschaft beauftragt, ein Gutachten über den Angeklagten zu erstellen. Doch Leigh kann sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen und verstrickt sich emotional.

Ich mag dieses Buch. Es ist verdammt sexy, wenn auch manchmal etwas irritierend.

Ein großer Pluspunkt ist, dass Nick Montera genau der Typ Mann ist, den ich nicht von der Bettkante stoßen würde. Groß, gut gebaut längere, dunkle Haare und blaue Augen. Zwar hat auch – und das wird vor allem Lavender freuen – Brusthaare, aber zum Glück gibt es Rasierapparate. Leider scheint es bei Liebesromanen absolute Pflicht zu sein, dass die Helden ihre Männlichkeit mit einem Brustpelz demonstrieren. Brrr. Egal, ich habe Phantasie und kann mir meinen Teil denken bzw. wegdenken. Natürlich bin ich nicht so oberflächlich, dass ich nur auf die äußeren Attribute schaue, deswegen sei auch erwähnt, dass Nick wahrlich kein Weichei ist.
Verführerische Bilder“ ist deutlich anzumerken, dass die Autorin Suzanne Forster ebenfalls Psychologin ist. Irgendwie scheint unser Unterbewusstsein die ganze Zeit von irgendwelchen sexuellen Trieben gesteuert zu sein.
Als weiterer Pluspunkt sollte erwähnt werden, dass dieses Buch tatsächlich Spannung besitzt. Bis zum Schluss ist sich der Leser nicht sicher, ob Nick Leigh tatsächlich killen wird oder nicht. Der Autorin wäre alles zuzutrauen.
Jetzt zu dem irritierenden Part. Nick hat die Vorliebe „Liebesbisse“ zu verteilen. Nicht nur im Nacken, sondern am oder gar im ganzen Körper. Also auch an besonders empfindlichen Stellen. Da sage ich nur „Autsch!“. Aber meinetwegen, wenn es Leigh toll findet…
Ansonsten kann Suzanne Forster gute Liebesszenen schreiben. Zum Glück verzichtet sie auf so nette Umschreibungen wie „Schwert seiner Liebe“, die nicht selten einen abtörnenden Effekt auf mich haben.
P.S.: Das Cover ist übrigens absolut unpassend. Keine Ahnung, was der Verlag sich dabei gedacht hat. Vielleicht „Mist, schon wieder so ein Schmachtfetzen. Greifen wir einfach mal in unsere Ablage und fischen das erstbeste Bildchen raus.“?

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2 Kommentare »

  1. Du kannst dir wegdenken, was du willst, aber er HAT Haare :D
    Harharhar.
    Oder in dem Fall:
    Haarhaarhaar!

    Kommentar von lavender — Mai 22, 2007 @ 8:42 |Antworten

  2. Zum Glück hat mein Highlander, den ich gerade lese, keine Haare auf der Brust.
    Es gibt also auch Autorinnen, die Geschmack haben. ;)

    Kommentar von Lilith — Mai 23, 2007 @ 8:40 |Antworten


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