Goldmann, deutschsprachige Erstausgabe 1984 (Originalausgabe „A Rose in Winter“ 1982)
England, 1972: Die junge Schönheit Erienne Fleming wird von ihrem geldgierigen Vater an den meistbietenden Mann versteigert. Ihr Ehegatte wird Lord Saxton, der seit einem Brand entstellt ist und deswegen eine Maske trägt. Doch da ist auch noch der Amerikaner Christopher Seton, mit den Erienne eine leidenschaftliche Hassliebe verbindet.
Auf den Klassiker „Wie eine Rose im Winter“ bin ich vor über 15 Jahren gestoßen. Es war der erste Liebesroman, den ich in die Hände bekam. Also ideal, um damit hier den Anfang zu machen.
Wer romantische Märchen à la „Die Schöne und das Biest“ liebt, ist mit „Wie eine Rose im Winter“ bestens bedient. Und wer besonders umfangreiche Liebesromane mag, in denen sich die Autorin Zeit für ausführliche Beschreibungen nimmt, dürfte bei Kathleen E. Woodiwiss’ Werk im siebten Himmel schweben. Schließlich ist es mehr als satte 600 Seiten lang, inklusive eines ausgedehnten Happy Ends.
Ein größeres Manko für den heutigen Leser ist sicherlich die äußerst blumige Sprache, die nicht selten ins Kitschige abrutscht. Aber davon sollte sich der Fan nicht das Lesevergnügen verderben lassen, schließlich hat „Wie eine Rose im Winter“ einiges zu bieten. Strahlende Helden, schurkige Schurken, abenteuerliche Schauplätze, wilde Verwicklungen und natürlich viel Romantik. Sicherlich werden die meisten Leser schon auf den ersten Seiten erkennen, was die Lösung des großen Rätsels ist, aber wen juckt das schon, wenn es so viel Spaß macht, darauf zu warten, wann der Heldin endlich die Erleuchtung kommt.
Gleich zu Beginn, in Kapitel 1, erfährt der Leser, dass frau sich keine Sorgen um die Männlichkeit des Helden machen muss („Die volle Schwellung von Männlichkeit unter den eng sitzenden Reithosen war ein kühner Beweis seiner männlichen Kraft“). Wie beruhigend. Überhaupt ist Christopher Seton ein ganz schönes Prachtexemplar: groß, stattlich, römisches Profil und ganz wichtig: er hat tolle, blendend weiße Zähne, die er gerne aufblitzen lässt. Erienne selbst ist natürlich auch eine dunkelhaarige Schönheit, die ihresgleichen sucht.
Insgesamt gebe ich „Wie eine Rose im Winter“ 4 von 5 Herzen. Aufgrund des zuckersüßen Schreibstils war die Höchstnote leider nicht drin.

Ein tolles Buch. Ich habe es mir grade rausgelegt. Vielleicht hätte ich doch vorher hier reinschauen sollen und mir stattdessen ein anderes Buch suchen sollen
Nun denn. Irgendeins von meinem Stapel wird schon reichen, um keine Doppelpostings aufkommen zu lassen. Ich hoffe, ich komme demnächst zum schreiben. Eingeloggt bin ich ja nun
Kommentar von kaylin — Mai 13, 2007 @ 1:14 |
Fein, dass du eingeloggt bist
Warte ungeduldig auf den ersten Eintrag.
Kommentar von lillylilith — Mai 13, 2007 @ 3:06 |